Weshalb gute Finanzplanung immer individuell ist

Wie gut sind Sie für die Zukunft aufgestellt? In unserem Artikel erfahren Sie, weshalb Sie sich bei der Finanzplanung vor Einzelbeispielen und Faustregeln hüten sollten – und warum eine professionelle Anlageberatung fast immer sinnvoll ist Erfahren Sie mehr

Es geht um Ihre Bedürfnisse

Die perfekte Finanzplanung ist für jeden Menschen unterschiedlich. Warum gibt es keine Best Practices, die für jeden passen? Weil Ihre persönlichen Bedürfnisse eine fundamentale Rolle spielen. Wie steht es um Ihr aktuelles Vermögen? Was sind Ihre Lebensziele? Wie hoch oder niedrig ist Ihre Risikotoleranz? Was für einen Anlagehorizont und was für eine Diversifikation streben Sie an?

Solche und ähnliche Fragen entscheiden über Ihre Finanzplanung. Deshalb sollten Sie sich auch nicht an Einzelbeispielen einer gelungen Finanzplanung orientieren. Was für den einen gut funktioniert, mag für Sie völlig unpassend sein.

Vorsicht vor Faustregeln

In der Vermögensplanung gibt es viele Faustregeln. Die meisten orientieren sich vor allem am Lebensalter. Ein Beispiel: Ziehen Sie Ihr Alter von 100 ab und das Ergebnis stellt den empfohlenen Aktienanteil an Ihrem Gesamtvermögen dar (in Prozent). Bei einem 30-jährigen sollte die Aktienquote also bei 70 % liegen.

Doch eine Faustregel bietet immer nur eine grobe (!) Orientierung. Anlagespezialisten raten zu mehr Flexibilität. So könnten junge Anleger beispielsweise schnell vor grösseren, unerwarteten Ausgaben stehen (zum Beispiel eine Heirat, der Erwerb eines Eigenheims oder der Start in die Selbstständigkeit). Ein besonders hoher Anteil an Aktien wäre dann suboptimal. Umgekehrt kann sich ein Aktienanteil von über 70 % auch für ältere Menschen lohnen (entgegen der Faustregel).

Was also tun?

Eine professionelle Vermögens- und Anlageberatung ist in fast allen Fällen sinnvoll. Viele Banken und Finanzdienstleister bieten Ihnen sogenannte Vorsorge-Analysen an. Dort wird Ihre aktuelle Vermögenssituation unter die Lupe genommen – und Sie erfahren, ob Sie für Alter, Tod oder Invalidität ausreichend abgesichert sind.

Verschiedene Anbieter vergleichen

Berater bei einer Bank sind häufig nicht neutral. Das bedeutet: Sie empfehlen Ihnen besonders gerne Produkte der eigenen Bank. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, ist manchmal aber vielleicht nicht die beste Wahl.

Eine Alternative ist eine neutrale Vorsorge-Analyse von einem unabhängigen Anbieter. Für eine solche Beratung werden dann allerdings Gebühren fällig – je nach Aufwand der Anlageberatung.

Unser Tipp? Holen Sie sich mehrere Offerten und vergleichen Sie verschiedene Anbieter. Fragen Sie dabei auch nach den sogenannten Retrozessionen – das sind Entgelte zu Gunsten der Vertriebsstellen.

Über den Autor

Sebastian Seiler

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