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Urteilsunfähigkeit & Finanzen : Das sollten Sie wissen

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Was passiert mit Ihren Finanzen, wenn die geistigen Kräfte nachlassen? Wie beurteilen Banken Ihre Urteils(un)fähigkeit? Und wie können Sie sich bestmöglich für den “Worst Case” absichern? Das und mehr beantworten wir Ihnen in diesem Artikel. Erfahren Sie mehr

Was bedeutet Urteilsfähigkeit?

“Urteilsfähigkeit” ist rechtlich immer an einen Zeitpunkt und einen Sachverhalt gebunden. Die Urteilsfähigkeit eines Menschen ist für Banken demnach erst anzuzweifeln, wenn jemand finanzielle Entscheidungen entgegen dem eigenen Interesse trifft. Weil das durchaus schwierig zu beurteilen sein kann, werden Bankberater und Mitarbeiter im Kundenservice zum Thema Urteilsfähigkeit geschult.

Urteilsfähigkeit und Straftaten

Auch bei kriminellen Aktivitäten spielt die Urteilsfähigkeit eine wichtige Rolle. Viele Banken halten bei älteren Kunden zum Beispiel häufig Ausschau nach verdächtigen Zahlungstransaktionen – und besprechen diese vor der Ausführung mit dem Kunden. Bei Verdacht auf Straftaten können Banken das Konto ausserdem vorübergehend sperren. Das kann zum Beispiel beim Verdacht auf Enkeltrickbetrüger sinnvoll sein.

Übrigens: Von Enkeltrickbetrug spricht man, wenn sich Kriminelle bei älteren Menschen als Verwandte ausgeben und Geld verlangen.

Vollmachten können helfen

Wenn Kundenberater einen Verdacht auf Urteilsunfähigkeit haben, wird häufig der Rechtsdienst kontaktiert. Dieser prüft als allererstes mögliche Vollmachten – die Bevollmächtigten der Vollmacht sind für die Banken bei Urteilsunfähigkeit nämlich erster Ansprechpartner. Ausserdem kann eine Gefährdungsmeldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) gemacht werden. Das passiert allerdings nur in Ausnahmefällen.

Wenn sich die Urteilsunfähigkeit bestätigt, erhält der Betroffene entsprechende Hilfe. Einen solchen Beistand können auch urteilsfähige Personen bekommen, wenn sie mit der aktuellen Situationen einfach überfordert sind.

Wie Sie sich absichern können

Verfassen Sie Vollmachten und einen Vorsorgeauftrag. So bestimmen Sie eine oder mehrere Vertrauenspersonen, die sich bei Urteilsunfähigkeit um Ihre finanziellen Belange kümmern und Entscheidungen in Ihrem Sinne treffen. Dabei können Sie auch einen professionellen Betreuer wählen. Dann tritt die Betreuung in Kraft, sobald die Situation mit Angehörigen, dem Betroffenen und einem Arzt besprochen ist.

Tipp: Am besten treffen Sie solche Vorkehrungen so früh wie möglich. Schliesslich können selbst junge Menschen in Urteilsunfähigkeit abrutschen – zum Beispiel durch einen plötzlichen Unfall oder eine schwere Krankheit. Wer vorsorgen möchte, sollte nichts dem Zufall überlassen!

Schlusswort

Urteilsunfähigkeit kann jeden treffen. Wer den „Worst Case“ ausschliessen und sich zudem gegen Kriminelle wie Enkelbetrüger schützen möchte, sollte entsprechend vorsorgen. Nur ein Testament reicht für eine umfassende Vorsorge dann nicht mehr aus. Erstellen Sie Vollmachten und einen Vorsorgeauftrag, damit Sie mit einem ruhigen Gewissen in die Zukunft blicken können!

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