Nach der Pensionierung müssen Sie Ihre Anlagestrategie an die neue Lebenssituation anpassen. Wie das in 4 Schritten gelingt und was Schweizer und Schweizerinnen dabei beachten müssen, erfahren Sie im Folgenden. Erfahren Sie mehr

Nach der Pensionierung müssen Sie Ihre Anlagestrategie an die neue Lebenssituation anpassen. Wie das in 4 Schritten gelingt und was Schweizer und Schweizerinnen dabei beachten müssen, erfahren Sie im Folgenden.

Schritt 1: Anlageplan ausarbeiten

Eine sorgfältige Planung ist das A und O für jede Anlagestrategie. Nehmen Sie sich Zeit, sich ein realistisches Bild über Ihre Finanzlage zu machen und fragen Sie sich, was für einen Lebensstandard Sie in der Pensionierung führen möchte. Reichen Ihre Einkünfte aus Pensionskasse, AHV, Säule 3a oder anderen Quellen wie Mieteinnahme von Immobilien aus, um Ihren Lebensunterhalt zu decken?

Wichtig: Im Gegensatz zur weiterverbreiteten Annahme sinken die Ausgaben im Rentenalter kaum. Schauen Sie deshalb auf Ihre Lebenshaltungskosten in den letzten Jahren vor der Pensionierung. Wie hoch waren Ihre durchschnittlichen Ausgaben pro Jahr? Vermutlich werden Sie auch nach der Pensionierung ähnliche Lebenshaltungskosten haben.

Schritt 2: Lücken erkennen

In vielen Fällen decken die Einnahmen aus Pensionskasse & Co. den Lebensunterhalt nicht. Ist das bei Ihnen ebenfalls der Fall? Dann berechnen Sie nun im zweiten Schritt, wie hoch diese Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben ist. Anschliessend wissen Sie genau, wie viel von Ihrem angesparten Vermögen Sie zum Schliessen der Lücke benötigen.

Diesen Teil Ihres Vermögens sollten Sie in Ihrer Anlagestrategie gesondert behandeln – schliesslich möchten Sie damit Ihre Lebenshaltungskosten decken. Sie möchten für diesen „Verzehrteil“ Ihres Vermögens also kein Risiko eingehen!

Schritt 3: Verzehrteil anlegen

Die Summe für die ersten zwei Jahre Lebenshaltungskosten können Sie auf einem normalen Sparkonto anlegen. Für das Geld der Folgejahre können Sie zum Beispiel Kassenobligationen, Termingelder oder Geldmarktfonds nutzen. Diese Anlageformen bieten Ihnen hohe Liquidität und minimales Risiko. Für die letzten Jahre Ihres zum Verzehr bestimmten Vermögens bieten sich ausserdem Obligationen oder Obligationenfonds an.

Schritt 4: Überbleibsel anlegen

Für den Rest Ihres Vermögens folgen Sie einer gewöhnlichen Anlagestrategie – und ermitteln zunächst Ihr Risikoprofil (Risikotragfähigkeit und Risikoneigung). Wie gehen Sie mit Risiken um? Bereiten Ihnen potenzielle Verluste schlaflose Nächte? Wie gelassen sind Sie bei finanziellen Verlusten?

Je nach Risikoprofil wählen Sie anschliessend Ihre Anlagestrategie – und teilen Ihr Vermögen in Aktien, Fonds und Cash auf. Wer sich für ein hohes Risiko entscheidet, wählt eine hohe Aktienquote – weniger risikofreudige Personen treffen mit weniger Aktien dagegen die bessere Wahl. Denken Sie daran, dass Aktien einen langen Anlagehorizont benötigen. Wer in Aktien oder Fonds investiert, muss auf das angelegte Geld für mehrere Jahre verzichten!

Schlusswort

Langfristiges Anlegen nach der Pensionierung ist keine Raketenwissenschaft – die neue Lebenssituation erfordert aber ein Umdenken Ihrer Anlagestrategie. Grundsätzlich sollten Sie als Rentner Anlagen mit hohem Risiko eher vermeiden – Sie möchten vor allem dafür sorgen, dass Ihr Anlageteil den Verzehrteil irgendwann ersetzt. So können Sie Ihren Lebensstandard bis ins hohe Alter geniessen!

Über den Autor

Sebastian Seiler

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