5 Tipps, damit Sie Streit ums Erbe verhindern

Sie möchten Geld oder Sachwerte vererben? Bei vielen Erbschaften kommt es zu Konflikten unter Angehörigen. In unserem Artikel stellen wir Ihnen 5 schnelle Tipps vor, damit Sie Streitigkeiten um Ihren Nachlass vermeiden. Erfahren Sie mehr

Tipp 1: Vermögen gerecht verteilen

Unser erster Tipp ist ein “No-Brainer”. Besonders wichtig ist dieser Tipp aber für Eltern – wenn Sie Ihr Vermögen ungleich zwischen Ihren Kindern aufteilen, sind Streitigkeiten unter Geschwistern häufig unausweichlich. In Ausnahmefällen mag eine ungleiche Verteilung gerechtfertigt sein – dann sollten Sie sich aber mindestens die Zeit nehmen, Ihre Entscheidung im Beisein der Familie zu erklären.

Tipp: Grundsätzlich sollten Sie die Aufteilung Ihres Vermögens immer mit den Begünstigten besprechen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Entscheidung zu erläutern und Missverständnisse zu vermeiden.

Tipp 2: Emotionen berücksichtigen

Was wird die Verteilung Ihres Nachlasses bei den Erben auslösen? Vor allem Prioritäten im Testament führen bei den Erben schnell zu Unverständnis und Konflikten. Dann steht die Familieneinheit auf dem Spiel – und schnell wird aus einem enttäuschten Erben ein Kläger. Versetzen Sie sich deshalb in die Lage Ihrer Erben und versuchen Sie zu verstehen, wie sich Ihre Begünstigten fühlen werden.

Tipp 3: Bedeutung des Erbes verstehen

Geld kann eine zerstörerische Wirkung haben. Was passiert, wenn jemand plötzlich viel mehr Geld als zuvor zur Verfügung hat? Kann diese Person mit dem plötzlichen Reichtum umgehen und das familiäre Vermögen bewahren? Oder wird sie schnell wieder alles verlieren? Viele Menschen fühlen sich überfordert, wenn sie plötzlich viel Geld erben. Falls Sie ein grösseres Vermögen vererben möchten, sollten Sie Ihren Erbnehmer auf die Situation deshalb bestmöglich vorbereiten.

Tipp 4: Berater können sinnvoll sein

Vor allem bei grösseren Vermögen ist eine professionelle Beratung häufig empfehlenswert. Ob finanzielle, rechtliche oder steuerliche Fragen: Der Berater kann alle Aspekte der Erbschaft berücksichtigen. Gemeinsam mit Ihrem Berater können Sie das Vermögen einfacher strukturieren und die Vermögensverteilung besser organisieren. Vor allem bei Familienmitgliedern in verschiedenen Ländern wird die Nachlassplanung schnell kompliziert.

Tipp 5: Familienführung

Die Idee der Family Governance stammt aus den USA. Wie bei der bekannten “Corporate Governance” steuert die Family Governance die Geschicke von Familien – dabei kann es auch um das Familienerbe gehen. Bei einer Family Governance plant ein Coach oder ein Experte die Familientreffen – und kann Ihnen helfen, bezüglich der Nachlassplanung die nächsten Schritte zu definieren. Das Konzept ist bei (wohlhabenden) Familien in Amerika bereits weitverbreitet – im deutschsprachigen Raum wird das Konzept nun ebenfalls immer beliebter.

Schlusswort

Bei der Planung Ihres Erbnachlasses sollten Sie sich unbedingt genügend Zeit lassen. Denken Sie daran, was das Erbe (und die Erbverteilung) für Ihre Angehörigen bedeuten kann – und besprechen Sie Ihre Entscheidungen mit den Erblassern. Wenn Sie Emotionen beim Erbnachlass berücksichtigen, minimieren Sie das Risiko von Streit ums Erbe umgehend!

Über den Autor

Sebastian Seiler

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